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Schade, leider verpasst. Die Dernière fand am 18. Mai 2012 statt.

Ein€Oper

Ein Spiel mit Gesang für soziale Härtefälle und Randgruppengeschädigte

Der gesuchte Schwerverbrecher Macheath hat geheiratet. Ausgerechnet die Tochter seines ärgsten Feindes, des mächtigen Bettlerkönigs Peachum. Damit beginnt für alle Beteiligten der Kampf ums Überleben. Der Polizeichef Lockit fürchtet um seinen Kopf, wenn er seinen alten Kriegsfreund Macheath vor Peachum schützen will. Was wiegt mehr; Loyalität oder die eigene Existenz?
In einem nur allzu gegenwärtigen Konkurrenz- und Existenzkampf stehen sich Geschäftsleute und Bettler, Behinderte und Nichtbehinderte, Diebe und Huren gegenüber. Hochaktuell, brisant und übertragbar auf uns und unsere Arbeit, denn was wir im Grunde alle wollen, sind Aufmerksamkeit, Zuneigung und Menschlichkeit.

Dieses Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch.

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Das Projekt

Mit der Inszenierung der Ein€Oper wagt sich Spielbrett in unbekannte Gefilde. Die Premiere am 07. März 2010 im Theater Junge Generation ist der Höhepunkt eines Projektes, bei dem sowohl Mitglieder unserer Theatergruppe als auch Menschen mit Behinderungen spielen und singen.
Über das vermeintliche Problem der Behinderung wurde schon viel geredet und diskutiert. Unsere Antwort auf die Frage: „Wie gehen wir mit Behinderung um?“, ist: Integration. Auch das ist ein starkes Wort unserer Zeit. Unser Beitrag ist ein „normales“ Stück.

In der Zusammenarbeit von Behinderten und Nichtbehinderten haben wir versucht Normalität zu schaffen, die während des Probenprozesses von der Gruppe gelebt und in der Aufführung auch dem Publikum bewusst wird. Ziel dieses integrativen Theaterstückes ist nicht die Zur-Schau-Stellung der Behinderung, sondern der Umgang mit ihr. Als Vorlage dient die Bettleroper von John Gay. Ein Stück, das ebenfalls nicht die große Masse der „Normalbevölkerung“ unter die Lupe nimmt, sondern Randgruppen.

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Pressestimmen

„[...] Das ist amüsant und spannungsreich, wird mit Musik von Jens Grunert auf Tempo gehalten und gerät durch aktualisierende Textadaptionen beinahe kabarettistisch zum Zeitstück. […] Wo andere Performer sich mühsam um Provokationen bemühen, sind Rollstühle und Sprachfehler hier vollkommen real. Sie tun dem theatralischen Vorhaben aber nicht nur keinen Abbruch, sie fördern ihn ganz zentral. Ein Integrationsprojekt, das funktioniert! […] Eineinhalb spannende Stunden sind da gelungen, hinter einem solchen Projekt steckt gewiss weit mehr Anstrengung als in so mancher Stadttheater-Produktion. Die Freude über eine vom Publikum begeistert aufgenommene Premiere war überdeutlich.“

aus „Drei Groschen für einen Euro“ von Michael Ernst
DNN vom 09. März 2010

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Ensemble

Es spielen

Macheath: Andreas Brusinsky
Peachum: Denis Schmidt
Berta: Claudia Band
Polly: Nora Hempel
Lockit: Jens Kempe
Lucy: Susanne Fuchs
Jenny: Mandy Menzel
Lady Eliza: Marlis Hänselmann / Uta Hofmann
Jeremias: Marcel Lipfert
Paddington: Michael Murrer

Nutten: Susanne Fuchs, Marlis Hänselmann / Uta Hofmann
Polizisten: Angela Hempel, Susanne Fuchs, Marcel Lipfert
Gangster: Marlis Hänselmann / Uta Hofmann, Susanne Fuchs, Angela Hempel
Härtefälle: Jens Kempe, Angela Hempel, Nora Hempel, Marlis Hänselmann / Uta Hofmann, Claudia Band, Susanne Fuchs, Marcel Lipfert, Michael Murrer

Hinter den Kulissen

Regie: Ulrich Schwarz
Regieassistenz: Sandy Asser / Thomas Rauch
Musikalische Einstudierung und Choreografie: Sandra von Holn
Projektbetreung: Claudia Römer
Komposition und Aufnahme: Jens Grunert
Technik: Daniel Matschke / Marcel Emmerich
Ton: Marcel Emmerich / Marcus Willing
Licht: Claudia Römer / Marion Fischer
Ausstattung: Ulrich Schwarz

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Weitere Informationen

Premiere: 7. März 2010

Dauer: ca. 80 min (durchgängig ohne Pause)

 

Wenn Sie uns einmal auf Ihrer Bühne erleben möchten, hier einige Rahmenbedingungen, die vorhanden sein sollten:

  • Spielfläche 7x6m
  • Höhe 4m
  • Möglichkeit, ebenerdige Garderoben einzurichten
  • Behindertengerechter Zugang zur Bühne

Grundsätzlich können wir flexibel mit den verschiedensten Bedingungen umgehen und in begrenzten Rahmen auch eigene Technik einsetzen.
Weitere Details sowie die Bühnenanweisungen (technical Rider) erhalten auf Anfrage unter organisation@spielbrett.info.

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