Verdient ein ermordeter Mörder Rache, auch wenn’s der eigene Vater ist? Wieso soll man sich ein mieses System nicht schön lügen, wenn’s einem dabei gut geht? Was brauchen wir Freiheit, wenn wir Wohlstand haben? Gibt es eine absolute Wahrheit, eine absolute Gerechtigkeit? ...und die Liebe zerbricht?
"Elektra" ist ein Spiel nach László Gyurkó.
Einmal im Jahr wird das "Fest der Wahrheit" begangen. Das Sahnehäubchen auf der Wohlstandsdiktatur, die Aigisthos, der mordende Pragmatiker, eingerichtet hat. Als erstes kommt das Fressen! Was ist dagegen einzuwenden?! Chrysothemis, die Stieftochter, hat das verstanden: Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit sichert das kleine private Glück. Da stört nur Schwester Elektra mit ihrem absoluten Anspruch an Gerechtigkeit und Freiheit, ihrer radikalen Verachtung der lebensnotwendigen Lügen! Wie soll der Rächer aus dem Ausland, Bruder Orest, das richten?
Gemeinsam mit der englischsprachige Theatergruppe Eclectic Theatre brachten wir den Tragödienstoff "Elektra" erstmals im Sommer 2011 als ungewöhnliches Open-Air-Spektakel im Parktheater im Großen Garten auf die Bühne. In dieser einzigartigen Produktion zeigten wir nacheinander zwei unterschiedliche, verschiedensprachige Varianten des Elektra-Mythos.
Ensemble
Es spielen
Elektra: Mandy Menzel
Orest: Erik Kaubitzsch / Marco Pfennig
Chrysothemis: Antje Wehnert / Tanja Kirsten
Aigisthos: René Jäger / Matthias Hofmann
Clowns und Volk: Tina Schnabel
Marlis Hänselmann / Margarethe Hänel
Ralf Eißrich / Erik Teichmann
Roman Fielitz / Detlef Riemer
Hinter den Kulissen
Regie: Ulrich Schwarz
Ausstattung: Ulrich Schwarz
Liedtexte: Mandy Menzel
Komposition und Arrangement: Jens Grunert, Mandy Menzel
Aufnahmen: Jens Grunert
Musikalische Einstudierung: Mandy Menzel
Licht und Ton: Aick Keil / Marion Fischer