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Heimatabend. EinTauchversuch

 

"Es war einmal", sagt die Großmutter, "und is' es noch." "Geschichte macht dick!", meint der Wolf, als Hänsel und Gretel Schwarz-Rot-Gold probieren. Vielleicht ist was anderes besser? Und während Rotkäppchen bereits die dritte (oder vierte?) Revolution anzettelt, füllt sich der Hase den Humpen: "Prost, Heimat!" Zu erleben sind dieses Mal sechs nicht ganz unbekannte Märchenfiguren, die sich am roten Faden der deutschen Geschichte entlang hangeln, um zu begreifen, was das eigentlich ist: Deutschsein. Ist unsere Heimat die oft besungene Landschaft oder taugt sie heute nur noch als pittoresker Hintergrund für ein Selfie? Brauchen wir einen Kaiser zum Zujubeln oder reicht der Fußballverein um die Ecke vollkommen aus? Sind wir noch Wirtschaftswunder oder schon Mülltrennung? Dürfen Italiener auf den deutschen Speiseplan? Fakt ist: Beim Führer hätte es sowas nicht gegeben! Wir tauchen trotzdem ein. Taucht mit!

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Pressestimmen

"Heimat? Welche Heimat? Eine Frage, so simpel wie komplex. […] Ganz leicht wollte es sich die Theatergruppe Spielbrett […] nicht machen, im Gegenteil. […] Zu Beginn steigt das Nationalgefühl aus dem Sarg auf der Bühne, ihm folgt ein Deutscher Rammler (auch an der Gitarre: Jens Grunert) […] Einer wunderbaren Choreografie zu den berühmten Introtakten von Pink Floyds "Money", mit der wiederum die Maschinerie der Kriegsgewinnler im Ersten Weltkrieg illustriert wird, folgt ein Ausflug in die Goldenen Zwanziger Jahre. […] Im zweiten Teil (rückt) die Geschichte näher heran an die Gegenwart. […] Trotz kabarettistischer Ausflüge wird es dabei jedoch nie klamaukig. […] Auch der Einbau von Märchenfiguren funktioniert. Rotkäppchen (Jana Hering) mutiert zwischendrin zur Ur-Mutter der Kernenergie, Dornröschen (Claudia Leutemann) wird nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten hochnotpeinlich befragt, ob sie denn nichts von all den Verbrechen mitbekommen habe. Ihre Antwort, geschlafen zu haben, ist – bei ihr entwaffnend naiv, weil märchenhaft wahr – eine Allegorie auf die schamlose Dreistigkeit derer, die vor 70 Jahren auch schon nichts gewusst haben wollten. […] Ganz nebenbei wurde aber auch eine Deutung der jüngsten Versammlungen und Äußerungen, die sich vor allem im Osten und gerade hier in Dresden gegen Flüchtlinge richten, vorgebracht, die Beachtung verdient: der Heimatverlust vieler Beteiligter vor 25 Jahren. Nachdenkenswert."

Aus „Heimatforschung als Singspiel“ von Thorsten Klaus
Dresdner Neueste Nachrichten vom 03. Februar 
2016 
Den ganzen Artikel lesen Sie hier.


"Einen richtig dicken Brocken hat sich die Theatergruppe Spielbrett im Theaterhaus Rudi vorgenommen: mithilfe einer historischen Nummernrevue das Wesen der deutschen Nation zu ergründen. […] Im Mittelpunkt des Geschehens auf der Bühne steht eine große Kiste. […] Die Kiste als Fundament für menschliche Standbilder zu nutzen, mit denen die Gemälde nachgestellt werden, die typischerweise für historische Zäsuren stehen, ist ein Regieeinfall, der trägt  und durch das obligatorische Selfie einen witzigen Zeitbezug erhält. […] (D)ie Theatergruppe Spielbrett (demonstriert) mit dieser Inszenierung eindrücklich, wie schwer wir uns als Deutsche tun, Deutsche zu sein. Und auch, dass wir es sind, die entscheiden, ob dieses Land ein Sommer- oder Wintermärchen ist. […]"

Aus "'Heimatabend' – Spielbrett ergründet die deutsche Volksseele" von Jana Betscher
DRESDNER Kulturmagazin, Onlineausgabe vom 1. Februar 2016 
Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

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Ensemble

Es spielen

Gretel: Claudia Leutemann | Britta Mattauch
Hänsel: David Burkhardt | Stefan Leithold
Wolf: Matz Hofmann | Andreas Brusinsky
Hase: Jens Grunert | Frank Rottscholl
Großmutter: Luisa Sonntag | Dorothee Ebert-Bientz
Rotkäppchen: Jana Hering | Melanie Wälisch

Hinter den Kulissen

Regie: Ulrich Schwarz 
Dramaturgie: Marion Fischer, Steffen Roye und Ulrich Schwarz
Szenenmontage: Spielbrett
Musikalisches Arrangement: Jens Grunert, Frank Rottscholl
Regieassistenz: Sarah Schlootz
Ausstattung: Spielbrett
Choreografie: Sandra von Holn

Großer Dank für die hilfreiche Unterstützung geht an: Saskia Sachunsky

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Technische Anforderung

Premiere: 30. und 31. Januar 2016

Dauer: 100 min (keine Pause)

Wenn Sie uns einmal auf Ihrer Bühne erleben möchten, finden Sie hier einige Rahmenbedingungen, die vorhanden sein sollten:

  • Spielfläche mindestens 7 x 5 Meter
  • Raumhöhe 2,5 Meter
  • Kraftstromanschluss, bzw. 3 getrennte Stromkreise à 16 A
  • Raumverdunklung muss möglich sein
  • Nicht geeignet für Freiluftbühnen

Grundsätzlich können wir flexibel mit verschiedensten Raumbedingungen umgehen. Weitere Details sowie die Bühnenanweisungen (technical Rider) erhalten Sie auf Anfrage unter organisation@spielbrett.info.

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