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Hagen, Deutschland

Menschen wie wir machen nicht Geschichte, sie sind Geschichte. Sie meinen, sie haben, was not tut: die Seele aus dem Supermarkt. Nichts von Siegfried, nichts von Kriemhild, nichts von Gunther, nichts von Hagen? Die Seele ohne Preislage? "Am deutschen Wesen wird die Welt genesen" - nein, ganz sicher nicht. Aber wir, wir könnten daran genesen. Wenn wir aufhören mit dem Fratzenschneiden und sind, die wir sind.

"Hagen, Deutschland" erhielt im Oktober 2007 den "1. Sächsischen Amateurtheaterpreis" für die beste Inszenierung.

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Pressestimmen

"[..] So auch bei „HAGEN, DEUTSCHLAND", dem eingereichten Hauptbeitrag, einer ungemein dichten, spieifreudigen witzigen und zutiefst ernsten Theaterfassung der Nibelungen. Auch hier die Markenzeichen von SPIELBRETT: eine ungebremste und präzise ausgelegte Spielfreude, die Partnerschaft von Komik und Tragik, Spontaneität und Nachdenklichkeit (Hintergründigkeit), der Solist prägt das Ensemble, wie das Ensemble den Solisten beflügelt. Und was der Jury besonders wert ist: Die Gruppe geht Grenzen an, erweitert eigene Grenzen beständig — überhebt sich aber nie in Anspruch und Ausdrucksmittel, gibt immer zu erkennen, daß da Amateure auf den Bretter spielen, die ihren eigene und fremde Welt sind, die sich nicht eitel oder selbstverliebt zu Wort melden oder nach dem Staatstheater schielen. [..]"

Laudatio der Jury zur Preisverleihung des Sächsischen Amateurtheater-Preises 2007

"[....] Das, was die Truppe um Schauspieler und Regisseur Ulrich Schwarz grundsätzlich auszeichnet, kommt bei diesem kurzweiligen Nibelungenspiel gut zur Geltung: Es wird 'ernsthaft' eine Geschichte erzählt, gewürzt mit derbem Humor und Anspielungen auf die Gegenwart, mit einfachen Mitteln, mit Witz und Verstand. [...]

[...] Das Schöne ist auch, dass es hier keinem ums Zertrümmern der Sage geht, sondern ums Auffrischen und vielleicht ein bisschen Hinterfragen. [...]"

Dresdner Neueste Nachrichten am 12.April 2006

"[..] Fast erschreckend klar zeigen die gewählten Akzente eine Verbindung zur Gegenwart auf. Etwa wenn Kriemhild behauptet, sie kriege keine Luft in diesem Land Burgund, oder Günther, der meint dem Staat gehe es gar nicht gut, aber unfähig ist, das Land zu regieren und seine beruflichen Pflichten lieber delegiert: an Hagen.[..] Eine gelungene Inszenierung, in der sich Tragik und Komik wunderbar die Waage halten, die auch zum Nachdenken anregt, ohne unter der Schwere des Stoffes zu zerbrechen."

Darsteller: wunderbar
Regie: beherzt
Thema: brisant

Dresdner Kulturmagazin im Mai 2006

"[..] Hagen, das ist die kompakteste Inszenierung der Gruppen in den letzten Jahren, die wie keine andere, sehr hart, aber durchaus mit Witz und großer Spielfreude, das aktuelle Bild des Landes und den Zustand dieser Welt. "

LATS - Nachrichten 2/2006

"[..] Und hinter all dieser wunderbaren Komik, hinter diesen nach Bequemlichkeit hechelnden Typen, diesen saufenden Fratzen, schlummert ein tieder Pfuhl menschlicher Abgründe. „Ihr seht nur euch selbst!" Das ist keine Zeigefingeraussage, keine Binsenweisheit, kein Moralapostel - das ist unsere Lebenswirklichkeit, so wie wir es haben wollen und deshalb ja auch so scheinheilig verleugnen. Und das ist nicht zuletzt großartiges Schauspielertheater, ohne viel Schnörkel, ohne Effekthascherei. Das sind kraftvolle Momente und - leider sehr kurze - leise, sensible Töne, Absurdes und Schockierendes zu einem großartigen Theaterabend zusammenkonstruiert. [..]"

Zwischenspiel (Magazin zum Sächsischen Amateurtheatertreffen) am 13.Oktober 2007

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Ensemble

Es spielen:

Hagen: Jan Rößler

Siegfried: Thomas Rauch

Gunther: Andreas Brusinsky / Matthias Loeper

Gernot: Nico Weidel

Giselher: Daniel Matschke

Mutter Ute: Sandy Asser / Judith Reimann

Kriemhild: Mandy Menzel / Claudia Naumann

Brunhild: Tanja Kirsten / Jana Straach

Hans, der Bote: Steve Eichler

Burgwächter: Ralf Eißrich

Hunold: Jens Raabe

Ortwin von Metz: Ralf Eißrich

Gunther, Kriemhilds Sohn: Sandy Asser / Judith Reimann

Siegfried, Brunhilds Sohn: Jens Raabe

Etzel: Jens Raabe

Ortliep, Etzels Sohn: Tanja Kirsten / Jana Straach

Rüdiger von Bechelaren: Steve Eichler

Dietrich von Bern: Mario Jäkel / Thomas Rauch

Dietlinde: Sandy Asser / Judith Reimann

Burgunder, Hunnen, Holländer: Sandy Asser / Ralf Eißrich / Tanja Kirsten / Mandy Menzel/ Claudia Naumann / Jens Raabe / Jana Straach  

Hinter den Kulissen

Regie: Ulrich Schwarz

Ausstattung: Spielbrett

Maske: Manja Wildenhain

Technik: Marion Fischer / Daniel Matschke

Licht: Marion Fischer / Marcel Emmerich

Ton: Claudia Römer

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